Aufrechnung mit Schadenersatzforderungen gegen den Honoraranspruch eines Zahnarztes

Das Oberlandesgericht (OLG) Köln hat mit dem Beschluss vom 30.03.2015 (Az.: 5 U 139/14) entschieden, dass dann, wenn die Leistungen eines Zahnarztes für den betroffenen Patienten nicht völlig unbrauchbar sind, Schadensersatzansprüche des Patienten wegen der Kosten für eine fehlerbedingt erforderlich gewordene Nachbehandlung dem Honoraranspruch – etwa im Wege der Aufrechnung – allein dann entgegengesetzt werden können, wenn diese Nachbehandlung tatsächlich stattgefunden hat und der betroffene Patient hierfür Kosten tatsächlich aufgewendet hat. Ein Vorschussanspruch für eine fehlerbedingt erforderliche, aber noch nicht durchgeführte bzw. konkret in Angriff genommene Nachbehandlung stehe dem betroffenen Patienten – so das OLG – nicht zu.