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Fachanwalt Lars Lanius

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Auf dieser Seite finden Sie aktuelle Blog-Beiträge in chronologischer Reihenfolge sortiert.

  • 06/09/2016 - Lars Lanius 0 Kommentare
    Chefarzt muss wahlärztliche vereinbarte Operation selbst durchführen

    Der Bundesgerichtshof (BGH) hat mit Urteil vom 19.07.2016 (Az.: VI ZR 75/15) entschieden, dass ein Chefarzt eine wahlärztlich (= über die allgemeinen Krankenhausleistungen hinausgehend) vereinbarte Operation selbst durchführen müsse. Erklärt der Patient in Ausübung seines Selbstbestimmungsrechts, er wolle sich nur von einem bestimmten Arzt operieren lassen, dürfe ein anderer Arzt den Eingriff nicht vornehmen. Ist ein Eingriff durch einen bestimmten Arzt, regelmäßig den Chefarzt, vereinbart oder konkret zugesagt, müsse der Patient rechtzeitig aufgeklärt werden, wenn ein anderer Arzt an seine Stelle treten soll.

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  • 05/09/2016 - Lars Lanius 0 Kommentare
    20.000,00 € Schmerzensgeld wegen dauerhaften Haarverlusts nach Chemotherapie

    Das Oberlandesgericht (OLG) Köln hat mit Urteil vom 21.03.2016 (Az.: 5 U 76/14) entschieden, dass eine Patientin wegen dauerhaften Haarverlusts nach einer Chemotherapie ein Schmerzensgeld in Höhe von 20.000,00 Euro erhält. Grund für die Ersatzpflicht des beklagten Krankenhauses sei – so das OLG – die unzureichende Aufklärung über die Risiken des verwendeten Krebsmedikamentes durch die Klinikärzte.

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  • 02/09/2016 - Lars Lanius 0 Kommentare
    Risikoaufklärung vor einer Versteifungsoperation

    Das Oberlandesgericht (OLG) Hamm hat mit Urteil vom 08.07.2016 (Az.: 26 U 203/15) entschieden, dass ein Arzt einen Patienten vor einer Versteifungsoperation des Sprunggelenks (= Arthrodese) unter bestimmten Voraussetzungen über das Risiko einer Pseudoarthrose aufzuklären habe. Versäumt der Arzt dies, könne – so das OLG – im Einzelfall ein Schmerzensgeld in Höhe von 6.000,00 Euro gerechtfertigt sein.

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