Ärztliches Gebührenrecht 


Ärztliche Abrechnungen nach einer privaten ärztlichen Behandlung oder nach der Abrechnung des Eigenanteils z.B. für eine zahnärztliche Behandlung sind häufig nicht ohne weiteres verständlich oder nachvollziehbar. Basis dieser – privaten – ärztlichen Abrechnungen und der insoweit zugrunde liegenden medizinischen Leistungen sind die Gebührenordnungen für Ärzte und Zahnärzte mit den entsprechenden Tarifen und Leistungslegenden. Diese werden vor allem von den privaten Krankenversicherungen zunehmend restriktiver und strikter ausgelegt, und zwar insbesondere vor dem Hintergrund des stetig wachsenden Kostendrucks. Der Patient sitzt dann regelmäßig zwischen allen Stühlen, da er einerseits – jedenfalls zunächst – mit dem jeweiligen Arzt nicht über dessen Abrechnung streiten, andererseits allerdings nicht auf den Behandlungskosten (oder auf einem Teil der Kosten) sitzen bleiben möchte.

 

Darüber hinaus gibt es zunehmend nicht nur Streit mit Ärzten und Krankenhäusern, sondern auch mit ärztlichen Abrechnungsstellen, denen ärztliche Honorar- bzw. Gebührenforderungen immer häufiger abgetreten werden. Insoweit bedarf es allerdings regelmäßig einer Zustimmung des Patienten zur Abtretung der Forderung.