Schadensersatz


Einem Geschädigten stehen – je nach der Schwere und dem Umfang der erlittenen Gesundheitsbeeinträchtigung – unterschiedliche Schadensersatzansprüche zu. In Betracht kommen insoweit einerseits immaterielle Schadenspositionen wie das Schmerzensgeld sowie andererseits materielle Schadenspositionen wie z.B. der Verdienstausfallschaden wegen Ausfall oder Minderung des Erwerbseinkommens, der Haushaltsführungsschaden, Unterhaltsansprüche nach Todesfällen, alle durch eine medizinische Betreuung entstehenden Kosten bzw. Aufwendungen für vermehrte Bedürfnisse (Pflegekosten) und Versorgungsleistungen wie Renten.

 

Der Verdienstausfall wird in der Praxis relevant, wenn eine schädigungsbedingte Arbeitsunfähigkeit länger als sechs Wochen dauert und der Arbeitgeber nicht mehr zur Entgeltfortzahlung in voller Höhe verpflichtet ist, sondern die Krankenversicherung mit dem geringeren Krankengeld einsetzt. Der Verdienstausfall ist dann die Differenz zwischen dem normalen Nettolohn und dem erhaltenen Krankengeld.

 

Als Haushaltführungsschaden sind die Kosten für eine Haushaltshilfe zu ersetzen für die Arbeiten im Haushalt, die der Geschädigte selbst aufgrund der Schädigung nicht mehr leisten kann, auch wenn tatsächlich keine Haushaltshilfe beschäftigt worden ist oder wird. Ersatzfähig ist also auch der fiktive Haushaltführungsschaden. Schon bei einem zurückhaltenden Ansatz von 10,00 € je Stunde ergeben sich insbesondere über längere Zeiträume erhebliche Forderungen.